Aufrufe
vor 2 Jahren

FonTimes 3/2017

  • Text
  • Heer
  • Menschen
  • Schweizer
  • Zeit
  • Smartphone
  • Facebook
  • Alexa
  • Google
  • Iphone
  • Schweiz

SOCIAL MEDIA SOCIAL

SOCIAL MEDIA SOCIAL MEDIA PERFEKT GENUTZT – EIGENBEWERBUNG Die Masse der Internet- und Smartphone- Nutzer beschäftigt sich sehr häufig und sehr intensiv mit den sozialen Medien. Neben der Kontaktpflege zu Freunden und Bekannten stehen hier der Unterhaltungswert und das Sammeln von Informationen ganz weit vorn. Weniger intensiv werden die sozialen Medien wie Facebook, YouTube, LinkedIn, XING, Twitter, Instagram und andere auch für die gezielte Eigenwerbung genutzt. Dabei ergeben sich hier so viele wirksame Möglichkeiten, die Chancen für den beruflichen Erfolg deutlich zu verbessern. Man muss diese Möglichkeiten nur kennen und sinnvoll nutzen. WARUM WERBUNG NUR DEN GROSSEN ÜBERLASSEN? Bevor sich der User mit den Möglichkeiten der Ei genwerbung via Social Media befasst, lohnt es sich, einmal auf die Grossen in der Wirtschaft zu schauen. Diese nutzen Social Media wie selbstverständ lich für das Bewerben der Marke oder einzelner Produkte. Branchenriesen wie Coca-Cola haben längst den Wert der sozialen Medien erkannt und verteilen ihre Botschaften gezielt und äusserst wirkungsvoll über die unterschied lichsten Kanäle. So begegnen uns die rot-weissen Erfrischungsgetränke auch in den sozialen Medien immer wieder. Sportartikelhersteller erreichen die möglichen Interessenten nicht nur über die klassische Werbung, Mode und Technik nehmen in den sozialen Medien ohnehin einen grossen Platz ein. Da stellt sich doch die Frage, warum nicht auch private Nutzer die sozialen Medien viel besser und intensiver für ihre Eigenwerbung nutzen. Was mit den Fotos und Videos vom letzten Familienausflug, dem Hinweis auf die letzte Party oder der Empfehlung für den angesagtesten modischen Trend geht, sollte doch auch mit der Selbstdarstellung für die Eigenwerbung bestens funktionieren. Wer sich mit dem Begriff Werbung einmal etwas genauer befasst, kommt schnell dahinter, dass es hier eigentlich um Be-Werbung geht, also um das Darstellen der individuellen Vorzüge mit dem Ziel, Aufmerksamkeit und letzten Endes Interesse zu schaffen. In der Königsklasse wird aus diesem Interesse sogar ein Bedürfnis, das sich allerdings nur dann befriedigen lässt, wenn die dargestellten herausragenden Qualitäten auch genutzt werden. Sprich: Wer die Vorteile der neuesten Laufschuhe von Nike erleben und nutzen möchte, muss diese auch kaufen. Auf die ganz private Werbung bezogen heisst das: Wer seine individuellen Vorzüge und herausragenden Spezialkenntnisse bekannt machen will, muss diese öffentlich machen, Interesse wecken und letztlich auch ein Bedürfnis danach entwickeln. Das geht mit den Mitteln der sozialen Medien genauso gut wie beispielsweise mit der klassischen Bewerbung auf Papier. Nur viel moderner und mit der Möglichkeit, viel mehr Interessenten auf einmal erreichen zu können. MUSTERBEISPIEL YOUTUBE Ein Musterbeispiel für die Vermarktung der eigenen Persönlichkeit und der individuellen Persönlichkeit ist YouTube. Tausende stellen ihre persönlichen Clips ein. Damit zeigen sie einer breiten Öffentlichkeit, was sie können, wofür ihr Herz schlägt und wodurch sie sich auszeichnen. So erreichen sie ein ausgesprochen breites Publikum und nicht selten wird aus dem anfangs kleinen Videostar bei YouTube der grosse Star in der realen Welt – wobei natürlich auch die sozialen Medien längst schon zur realen Welt gehören. Der grosse Vorteil von Social Media besteht darin, dass sich gute Inhalte rasend schnell verbreiten und so ein viel grösseres Publikum erreichen als beispielsweise analog ver breitete Werbung. Das gilt für die Global Player in der Wirtschaft genauso wie für 32

F Lieschen Müller und Otto Normal. Neben YouTube lassen sich auch andere Kanäle wie Instagram und natürlich Facebook hervorragend für das Veröffentlichen der ei genen BeWerbung nutzen. Damit sind wir eigentlich auch schon beim Thema. Wer für sich privat wirbt, gibt damit auch immer eine Art Bewerbung beim Publikum in den sozialen Medien ab. Er stellt sich öffentlich dar, betont seine Vorzüge, Fähigkeiten und Fertigkeiten und zeigt der Welt, warum er etwas Be sonderes und Einzigartiges ist. Genau solche Individuen werden nicht nur in der Kunst und Unterhaltung, sondern auch in der Wirtschaft händeringend gesucht. Der Vorzug liegt hier längst nicht mehr auf Masse, sondern auf Klasse. Und das darf und soll sich der private Nutzer der sozialen Medien auch gern zunutze machen. EINFACH ONLINE BEWERBEN Wer auf der Suche nach dem ersten oder nach einem besseren Job ist, kann dazu natürlich den klassischen Weg nutzen. Bewerbungsschreiben, Motivation, Lebenslauf – das sind die Klassiker der Bewerbung auf Papier. Diese werden dann aufwändig und teuer auf dem Postweg an Unternehmen geschickt, die man kennt oder die zumindest zur eigenen Qualifikation passen. Im Regelfall hagelt es dann eine Menge Absagen, auch Stillschweigen kann hier oftmals Desinteresse bedeuten. Eher selten kommt die Einladung zum Bewerbergespräch und auch das ist längst noch nicht die Eintrittskarte in das Starthäuschen zur Karriere. Auch die klassischen Online-Bewerberportale setzen nicht selten zu sehr auf altbackene Modelle der Eigenwerbung von Professionals. Auch hier stehen Bewerbungsschreiben, Zeugnisse und Lebenslauf ganz hoch im Kurs. › FERIEN IN DEN BERGEN & ALPEN © Kurt Müller www.zermatt.ch 33