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FonTimes_6/2017

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TITELSTORY DIE

TITELSTORY DIE MEDIZINISCHE VERSORGUNG IN DER SCHWEIZ IST INSGESAMT SEHR GUT Zum Ende des Jahres ändern sich bei den Krankenversicherern wieder die Prämien. Bis Ende November können Sie Ihre alte Versicherung kündigen. Was bei einem Wechsel der Versicherung wichtig ist und ob Zusatzversicherungen wirklich nötig sind, haben wir im Gespräch mit Babette Sigg, Präsidentin des Schweizerisches Konsumentenforum kf, geklärt. FonTimes: In den nächsten Wochen ändern die Krankenversicherungen wieder die Prämien. Was kann ich im Zuge dessen sonst noch ändern? Babette Sigg: Wer bei den Prämien sparen will, kann die Kasse wechseln, mit einer höheren Franchise im Krankheitsfall mehr selber bezahlen oder mit einem Telmed-, Hausarzt- oder HMO-Modell zuerst telefonieren, zum Hausarzt oder in die HMO-Praxis gehen. FT: Was ist bei der Kündigung der alten Krankenversicherung zu beachten? Babette Sigg: Bis am 30. November muss die Kündigung bei der aktuellen Kasse sein. Man muss darauf achten, dass nicht der Poststempel zählt! Und bis Ende des Jahres müssen alle offenen Rechnungen (Prämien und nicht gedeckte medizinische Leistungen) bezahlt sein. Der Wechsel ist rechtskräftig, wenn die neue Kasse der alten die Aufnahme mitgeteilt hat. FT: Was kann der Konsument tun, um für einen reibungslosen Wechsel zu sorgen? Babette Sigg: Am bequemsten ist der Wechsel über ein Online-Portal wie zum Beispiel comparis.ch. Man kann auch mit zwei eingeschriebenen Briefen wechseln, die Kündigung an die alte Kasse und den Beitritt an die neue. FT: Welche Informationen sollte man sich einholen, bevor eine neue Versicherung abgeschlossen wird? Babette Sigg: Die Deckung ist in der Grundversicherung bei allen Versicherern identisch. Wichtig, neben der Prämienhöhe, ist die Kundenzufriedenheit. Einige Online- Portale zeigen diese an. Wer eine hohe Franchise wählt, sollte das gesparte Geld auf die Seite legen, um bei Be - darf die medizinischen Leistungen bezahlen zu können. Wer sich für ein Telmed-, Hausarzt- oder HMO-Modell ent- 22

F „ JE NACH FRANCHISE BE- ZAHLT MAN MAXIMAL 1'000 ODER 3'200 FRANKEN SELBER.” BABETTE SIGG vollständig und einfach in der Bedienung. Einzig Angaben über die Kunden zufriedenheit mit den einzelnen Kassen sowie Links für Online-Offert-Anfragen fehlen. Der Vorteil kommerzieller Portale sind Angaben über die Kundenzufriedenheit und Online-Offert-Anfragen. Da nicht jeder Versicherer auf jeder Plattform Online-Offert-Anfragen zulässt, sieht man nicht auf jeder Plattform alle Prämien. Der Branchenleader comparis.ch bietet eine Voll- und eine Standardansicht an. Die Vollansicht zeigt alle vom BAG genehmigten Prämien, die Standardansicht die günstigste und alle weiteren mit einem aktiven Knopf für eine Online-Offert-Anfrage. Berater und Makler bevorzugen in der Regel diejenigen Versicherer, von denen sie provisionen bekommen. Unabhängig von Abschluss pro- Abschlussvisionen sind Beratungen des Vermögenszentrums (VZ), des Beobachters oder der Konsumentenzeitschriften. › scheidet, sollte die Spielregeln kennen. Bei diesen Modellen ist das Telefon, der Hausarzt oder die HMO-Praxis stets die erste Anlaufstelle im Krankheitsfall. Es gibt auch Modelle, die vorschreiben, in welchen Apotheken man die Medi- kamente beziehen muss. FT: Was ist beim Vertragsabschluss zu berücksich- tigen? Babette Sigg: Man muss stets kontrollieren, ob die Offerte den eigenen Wünschen entspricht und kritisch nach fragen, wenn die Offerte nicht dem entspricht, was man stellt hat. be- FT: Wie holt man das beste Angebot bei seiner Versicherung heraus? Babette Sigg: Die Prämien für die Grundversicherung sind vom Bundesamt für Gesundheit BAG genehmigt worden. Man kann also nicht verhandeln, nur die Angebote ver gleichen und den pass en - den Versicherer, die passende Fran chise und das passende Modell auswählen. FT: Wie findet man die besten Angebote? Sind Vergleichsportale die einfachste und beste Lösung? Babette Sigg: Ja, Vergleichsportale schaffen Transparenz. priminfo.ch ist das Portal des Bundes, 23