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FonTimes_7/2017

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ALLTAG DER KAMPF UM DEN

ALLTAG DER KAMPF UM DEN KLEINEN PUCK Jeder hat schon einmal etwas von Eishockey gehört oder gesehen. Wenn Sie aber kein Stammgast an der Eisbahn sind, kommen Ihnen manche Regeln sicher seltsam vor. Damit Sie in dieser Saison endlich mitreden können, haben wir die wichtigsten Regeln für Sie zusammengefasst. Die Grundlagen: Jedes Team hat sechs Spieler – fünf Feldspieler und einen Torwart. Dieser darf, wenn nötig, auch durch einen Feldspieler ersetzt werden. Das gesamte Team besteht meist aus mehr als 20 Spielern. Im Laufe des Spieles kommt in der Regel jeder einmal zum Einsatz, da der Sport sehr anstrengend ist. Ein Spielerwechsel wird beim Eishockey „Reihenwechsel“ genannt, da meistens alle fünf Feldspieler auf einmal ausgewechselt werden. Die Spielzeit beträgt 60 Minuten, die in drei 20-Minuten­ Blöcken gespielt werden. Dazwischen gibt es je 15 Minuten Pause. Nach jedem Drittel gibt es einen Seitenwechsel. Gibt es eine Unterbrechung, wird die Zeit angehalten. Diese werden auch häufig für den Spielerwechsel genutzt. Gibt es nach Spielende nur ein Unentschieden, geht es entweder in die Verlängerung – Overtime genannt – oder es kommt zum Shootout, das heisst wie beim Elfmeterschiessen im Fussball werden je Mannschaft drei Spieler bestimmt, die dann auf das Tor schiessen. Abseits gibt es auch beim Eishockey. Es liegt dann vor, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft sich im Angriffsdrittel befindet, der Puck die blaue Linie aber noch nicht überschritten hat. Wenn der Schiedsrichter ein Abseits pfeift, dann wird das Spiel mit einem sogenannten Bully fortgesetzt. Der Bully ist vergleichbar mit dem Einwurf beim Fussball. Der Schiedsrichter bringt den Puck an einem der roten Anspielpunkte zurück ins Spiel. Je ein Spieler aus beiden Mannschaften versucht beim Bully den Puck für sein Team zu ergattern. Die restlichen Spieler halten sich ausserhalb der Anspielpunkte auf und dürfen erst nach dem Bully wieder in das Spielgeschehen eingreifen. Nach einem Tor, zu Beginn eines neuen Drittels oder bei einem Icing wird der Bully vom mittleren blauen Anspielpunkt gespielt. EISHOCKEY IST EIN SCHNELLES UND HARTES SPIEL Durch das schnelle Spiel und den kleinen Puck kann man als Zuschauer schnell den Überblick verlieren. Damit alle wichtigen Ereignisse auch vom Rand aus wahrgenommen werden, gibt es beispielsweise am Tor Lämpchen, die blinken, wenn ein Tor gefallen ist. Eishockey ist ein harter Sport – da gibt es schon einmal blutige Nasen oder ohnmächtige Spieler. Körperliche Angriffe sind keine Seltenheit und machen vor allem für Aussenstehende den Reiz des Spiels aus. Wer aber glaubt, jeglicher Körpereinsatz ist mit einer Strafe verbunden, der irrt. Er ist sogar erwünscht und entscheidend für das Spiel. Dennoch gibt es auch hierbei Regeln, die zu beachten sind. 104

F Der Puck darf mit dem Fuss gespielt werden, aber kein Tor dadurch erzielt werden. Der Stock darf nie über Schulterhöhe gehalten werden. Passiert es doch, droht eine Zeitstrafe von zwei bis fünf Minuten und der Spieler muss das Feld für diese Zeit verlassen. Diese Strafe droht auch bei übertriebener Härte – dem sogenannten Roughing – im Foulspiel und kann sogar zum kompletten Spielausschluss führen. Die Zeitstrafe kann dann auch bis zu zehn Minuten betragen. Es ist dem Team dann gestattet, den Spieler auszuwechseln. Übertriebene Härte liegt vor, wenn eine Auseinandersetzungen zwischen zwei Spielern zu eskalieren droht oder besonders hart gefoult wird. Wann dies aber der Fall ist, entscheidet alleine der Schiedsrichter. So kann es vorkommen, das vermeintlich kleine Schubser zu einer Zeitstrafe wegen übertriebener Härte führen und ein Faustkampf nicht. Beinstellen, ein Schlag mit dem Stock oder Hacken können ebenfalls zu einer Zeitstrafe von zwei bis fünf Minuten führen. Erzielt die Mannschaft, die in der Überzahl ist, während dieser Zeitstrafe im sogenannten Powerplay ein Tor, wird die Strafe für den Spieler aufgehoben und er darf wieder auf das Feld. Beim sogenannten Icing handelt es sich um einen unerlaubten Weitschuss. Wird der Puck aus der eigenen Spielhälfte über die verlängerte Torlinie hinter das gegnerische Tor geschossen oder abgelenkt, liegt dies vor. Nach einem Icing darf das Team in der folgenden Spiel ­ unterbrechung nicht auswechseln. Ein Team, das sich in der Unterzahl befindet, ist von der Icing­ Regel ausgeschlossen. Der Strafstoss Penalty wird von dem gefoulten Spieler vom Mittelpunkt ausgeführt. Er darf dabei alleine auf den gegnerischen Torwart fahren und versuchen ein Tor zu erzielen. Ein Penalty wird vom Schiedsrichter dann vergeben, wenn durch ein Foul eine klare Torchance verhindert wurde. Dabei sind folgende Punkte zu beachten: der gefoulte Spieler war im Puck-Besitz, das Foul fand ausserhalb der Verteidigungszone der gefoulten Mannschaft statt, der Spieler wurde von hinten attackiert und/oder zwischen dem Spieler und dem Torwart befand sich kein Gegenspieler. Auch ein Stockwurf kann zum Penalty führen. Häufig wird nach einem Unentschieden die Sudden Death-Overtime gespielt. Sie dauert fünf Minuten und es dürfen nur noch vier Feldspieler auf das Eis. Wird ein Tor erzielt, ist das Spiel beendet. Steht es danach immer noch Unentschieden, folgt das Penalty-Schiessen. Innerhalb der Ligen gibt es allerdings verschiedene Auslegungen der Overtime-Regelung. Die Kleidung der Spieler muss ebenfalls gewissen Regeln folgen. Alle Spieler müssen einheitlich auftreten. Das gilt dabei nicht nur für die Trikots, sondern auch für Helme, Hosen und Strümpfe. Nur der Torhüter darf eine andere Helmfarbe tragen. Goalie Left Wing Players Bench Center Left Defensemen Right Defensemen Players Bench Center Right Wing Goalie Rigth Wing Right Defensemen Left Defensemen Left Wing Penalty Bench Scorekeepers Bench Penalty Bench Verschiedene Farben, Linien und Kreise markieren markante Punkte auf dem Spiel - feld und dienen Spielern und Schiedsrichtern als Orientierung, zum Beispiel für Bullys. 105