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FonTimes_7/2017

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DATENSCHUTZ/WERBUNG

DATENSCHUTZ/WERBUNG PHISHING-MAILS IM UMLAUF: PRÜFEN SIE DIE E-MAILS GENAU Sehr geehrter Amazon-Kunde, Sie müssen auf grund einer Unregelmässigkeit bei Ihr em Amazon-Kundenkonto Ihre Daten verifizieren. Bis dahin ist Ihr Konto gesperrt . . . So oder so ähnlich lauten gerade zahlreiche Phishing-Mails, die tagtäglich bei zahlreichen Menschen eintrudeln. Sie wirken auf den ersten Blick wie vom Internet-Händler selbst verschickt. Aber Vorsicht: Das ist eine Falle. Die Absender möchten lediglich an Ihre Adress- oder Kontodaten gelangen. Wichtig bei solchen E-Mails: Niemals die enthaltenen Links öffnen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass ein Virus, Mal e- oder Shareware Ihren Computer oder Smartphone infiziert. BETRÜGER NUTZEN GEFÄLSCHTE FIRMENMAILS ZUM FISCHEN IHRER DATEN Phishing ist ein Kunstwort, welches sich aus den Begriffen „Password“ und „Fishing“ zusammensetzt. Mit diesem beiden Wörtern wird das Prinzip schon recht gut beschrieben: Es geht darum, Passwörter „abzufischen“. Mithilfe derer bestellen die Betrüger dann munter in Ihrem Namen bei On­ 70

F line-Händlern und bezahlen die Ware anschliessend nicht. Oder sie räumen im schlimmsten Fall Ihr gesamtes Bankkonto leer. Häufig werden Ihre Daten dann noch gewinnbringend an andere Betrüger weiterverkauft. Besonders stark ist Amazon derzeit von Phishing-Mails betroffen. Aber auch Apple-Nutzer müssen sich derzeit in Acht nehmen. Betrüger gaukeln Ihnen vor, die Bestellung eines teuren Gegenstandes, etwa eines neuen Smartphones für mehrere hundert Franken, wurde storniert und Sie müssten deshalb Ihr Konto verifizieren. In diesem Moment gilt: keine Panik und auf keinen Fall den Link oder Anhang in der E-Mail öffnen. Checken Sie die E-Mail mit unseren Tipps oder loggen Sie sich direkt in Ihr Konto ein. Wenn Sie dort die Historie Ihrer Bestellungen überprüfen, werden Sie feststellen, dass besagte Bestellung dort gar nicht aufge führt ist. Um den Betrügern das Handwerk zu legen, haben grosse Firmen wie Amazon inzwischen eigene Abteilungen eingerichtet, an die Sie sich mit solchen Mails wenden können. Denn nicht zuletzt ist es nicht nur ein Betrugsversuch bei Ihnen, sondern auch ein Verstoss gegen das Markenrecht und alleine dies ist bereits strafbar. Wer eine Phishing-Mail öffnet, ist erst einmal noch nicht gefährdet. Der blosse Inhalt einer E-Mail kann Sie noch nicht ausspionieren oder Schadprogramme installieren. Probleme gibt es dann, wenn Ihr E-Mail-Programm Bilder automatisch herunterlädt, die mitverschickt werden. Bei den meisten Anbietern werden diese Bildinhalte präventiv geblockt. Sind Sie sich nicht sicher, ob das bei Ihrem Programm der Fall ist, überprüfen Sie sicherheitshalber die Einstellungen. Wenn Sie den Link oder Anhang einer Phishing-Mail doch geöffnet haben, sollten Sie – direkt nachdem Sie den Betrug festgestellt haben – Ihre Anti-Viren-Software starten. Ist diese nicht mehr auf dem aktuellen Stand, installieren Sie zuvor die nötigen Updates. Wenn Sie sogar Daten von sich an den Absender übermittelt haben, sollten Sie die Polizei einschalten und den vermeintlichen Absender der Phishing-Mail, wie etwa Amazon, darüber informieren. Nur so haben Sie die Chance, im Falle eines möglichen Betrugs in Ihrem Namen bei anderen Firmen oder beim Diebstahl Ihres Geldes nicht auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Auch sollten Sie dann bei Ihren Benutzerkonten alle Passwörter ändern. Damit Betrüger Sie nicht an der Angel haben, sollten Sie Ihre E-Mails genau überprüfen. 71